In grossen Schritten auf ein Jubiläum zu ! Die heutigen Genossenschaft blickt auf eine nahezu hundertjährige Geschichte zurück. Eine Zeit, in der sich naturgemäß viel ereignete und veränderte. Am 19.September 1910 wurde das 1.Kapitel der Raiffeisen Laggenbeck in den Räumen der Gastwirtschaft Merschmeyer als "Bäuerliche Bezugs-und Absatzgenossenschaft" geschrieben. Vor 50 (!) interessierten Landwirten wurden die Vorteile einer "Bäuerlichen" vom Direktor der Raiffeisenzentrale zu Münster dargelegt.Gleich die Hälfte der Zuhörer erklärten sich bereit, diesen genossenschaftlichen Gedanken zu unterstützen und damit als Gründungsmitglieder in die Annalen der Laggenbecker Raiffeisen einzugehen. Den erste Vorstand dieses noch jungen Zusammenschlusses stellten: August Wefel, Wilhelm Bohle und August Konermann. Etablieren mußte sich die junge Genossenschaft in den Räumen von König in der Nähe des Bahnhofes. Von 1910 bis 1958 hieß das Domizil "In der Garte". Im Herbst des Jahres ´58 wurde die Immobilie an der Ibbenbürener Straße bezogen. Hier konnte auf dem weitläufigeren Areal dem steten Zuwachs an Angebot und Klientel rechnung getragen werden. Zwei Hallen und die für "Bäuerliche"-Märkte typische Rampe machten das Arbeiten leichter. Dieser Standort erwies sich verkehrstechnisch als besonders günstig gelegen. Auch Kunden aus Ibbenbüren und die sogenannte Laufkundschaft konnte sich alsbald vom bis dato rein landwirtschaftlichen Angebot überzeugen. Die erste Erweiterung des Gebäudes erfolgte schon 1961. Im Jahre 1968 wurde bereits der dritte Lieferwagen in Betrieb genommen. Diesem folgte fünf Jahre später der erste Lkw. Am Bahnhof konnten acht Jahre später die Hallen für den Umschlag des losen Düngers und des Saatgutes erworben werden. Schon Mitte der siebziger Jahre zeichnete sich ab, daß die Kundschaft ein immer größeres und umfangreicheres Angebot der Raiffeisen-Märkte erwartete und sich dieses in einem Angebot niederschlug, daß den bis dahin noch nicht bekannten Bau-und Gartenmärkten ein wichtiges Terrain erschloß. Der Markt wurde im Laufe des Jahres 1978 kundenfreundlicher gestaltet. Einer Rampenüberdachnung folgte der Auf- und Ausbau des Geschäftsfeldes "Hof und Garten". Die Hoffläche wurde erst im Jahre 1979 geteert ! Und weiter ging es mit der Expansion: Ein Erweiterungsgrundstück wurde ebenso wie ein Hallenanbau in der Größe von 9 x 12 m erworben. Der Hof und Garten-Markt wurde 1982 erneut erweitert. Die EDV zog nunmehr auf breiter Front und in alle Geschäfts- felder ein. Von der computergestützten Kasse bis hin zur größten Investition der vergangenen 15 Jahre: Die 50 to Fuhrwerkswaage. Nur kurz ins Straßenbild Laggenbecks und des Altkreises Tecklenburg gehörte der genossenschafteigene Silo-Lkw mitsamt Anhänger. Fremdspeditionen konnten diesen "Service" und diese personalintensive Tätigkeit alsbald günstiger anbieten. Ein neues Geschäftsfeld erhielt Ende der Achtiger immer mehr Bedeutung: Partyzubehör und die dazugehörige Versorgung mit Getränken. Diverse Biere, Mineralwasser und Säfte gesellten sich zum Angebot und nahmen immer mehr Platz in den Hallen und Geschäftsräumen in Anspruch. Mit einer spektakulären und publikumswirksamen Eröffnung wurde 1992 die Erweiterung des Hof und Garten-Marktes mit den Laggenbeckern gefeiert.Von nun an präsentierten sich die Genossen mit einer attraktiven Glasfassade direkt an der Ibbenbürener Straße und konnten somit ihr ersten Schaufenster aufweisen. Das Geschäftsfeld Getränke und Partycatering wurde ausgebaut. Erste und gleichzeitig erfolgreiche Versuche, dieses Segment zu erweitern, gipfelten in einem ersten "Getränkemarkt" in einer Garage inmitten des Dorfes Leeden. Die Traditionsgaststätte "Parkhaus Aatal" wurde angepachtet und als Veranstaltungsort für Festivitäten aller Art ausgestattet. Im Jahre 1994 erfolgte die konsequente Umsetzung, sich auf dem Bereich des Getränke-Einzelhandels auch ausserhalb Laggenbecks zu etablieren. An der Ausfallstraße nach Kattenvenne bezog man die Räumlichkeiten einer Caravanausstellung im westf. Lengerich. Auch in Laggenbeck selbst erwuchs der Wunsch, sich verändern zu wollen. Im neu erschlossenen Gewerbegebiet "Auf der Lau" unweit der alten Wirkungsstätte wurde die größte Investition der Geschichte der Raiffeisen Laggenbeck mit einem Neubau und dem zusätzlichen Geschäftsfeld Kraftstoffverkauf getätigt. Unter dem eingetragenen Markenzeichen RaiTrOil (RAIffeisen-TReibstoffe und OILe) nahm der Geschäftsbereich Tankstelle weitere Konturen an. Einer Hochdruck-Waschanlage folgte 1998 der Neubau einer Station in Mettingen. Bereits ein Jahr später wurde die bestehende Station Schulte in Dörenthe von uns übernommen, abgerissen und neu erstellt. In diesen Räumen hat die Kfz-Werkstatt Norbert Bäumer weiterhin eine moderne Wirkungsstätte gefunden. Das Geschäftsfeld Getränke entwickelte sich parallel dazu. Die Laggenbecker Zentrale fungiert mittlerweile auch als Getränkegroßhandel und beliefert u.a. diverse Genossenschaften des Münsterlandes.